
La chambre d’à côté – Roman von Catherine Cusset im Detail
„La chambre d’à côté“ ist ein französischer Roman von Catherine Cusset, der 2010 bei Gallimard erschien und 2011 unter dem Titel „Das Zimmer nebenan“ auf Deutsch veröffentlicht wurde. Das knapp 200-seitige Werk behandelt Themen wie Obsession, Nachbarschaft und Identität im Rahmen eines komplexen Liebesdreiecks.
Der Titel sorgt seit 2024 für Verwirrung, da Pedro Almodóvar einen gleichnamigen Film herausbrachte – allerdings basiert dessen „The Room Next Door“ auf Sigrid Nunez‘ Roman „What Are You Going Through“ und nicht auf Cussets literarischem Werk aus dem Jahr 2010.
Trotz der bibliografischen Klarheit gestaltet sich die Recherche zum Inhalt schwierig, da aktuelle Datenbanken und Suchergebnisse primär den Film indizieren. Die nachfolgenden Angaben beruhen auf den verfügbaren Verlagsinformationen und der literarischen Einordnung der Autorin.
Was sind die wichtigsten Fakten zu Catherine Cussets Roman?
Catherine Cusset
2010
Gallimard
Erzählerischer Roman
- Narrativer Fokus: Der Roman verzichtet auf klassische Kapitelstrukturen und setzt stattdessen auf einen fließenden, erzählerischen Stil.
- Zentrale Motive: Obsession, räumliche Nähe (die „Zimmertür daneben“) und die Suche nach Identität prägen die Handlung.
- Beziehungsdynamik: Ein komplexes Liebesdreieck bildet das narrative Zentrum des knapp 192 Seiten umfassenden Werks.
- Sprachliche Ursprungsausgabe: Das Buch erschien zunächst auf Französisch bei Gallimard.
- Deutsche Übersetzung: 2011 folgte die Publikation unter dem Titel „Das Zimmer nebenan“.
- ISBN: Die Standardbuchnummer der französischen Originalausgabe lautet 978-2070130479.
- Autorinnenkontext: Catherine Cusset gilt als Spezialistin für intim-autobiografische Erzählungen mit feministischem Schwerpunkt.
| Titel | La chambre d’à côté |
|---|---|
| Autorin | Catherine Cusset |
| Erscheinungsjahr | 2010 |
| Verlag | Éditions Gallimard |
| Seitenanzahl | ca. 192 |
| ISBN (Original) | 978-2070130479 |
| Sprache | Französisch |
| Deutscher Titel | Das Zimmer nebenan |
| Jahr der Übersetzung | 2011 |
| Genre | Erzählerischer Roman, Liebesroman |
Warum wird der Roman oft mit dem Film von Pedro Almodóvar verwechselt?
Diese Verwechslung hat systematische Gründe. Beide Werke tragen im Französischen den identischen Titel „La chambre d’à côté“, während die englische Filmübersetzung „The Room Next Door“ lautet – dieselbe Bedeutung wie die deutsche Buchübersetzung „Das Zimmer nebenan“.
Unterschiedliche literarische Vorlagen
Pedro Almodóvars 2024 erschienener Film „The Room Next Door“ basiert auf Sigrid Nunez‘ Roman „What Are You Going Through“ aus dem Jahr 2018. Die Handlung folgt zwei langjährigen Freundinnen: Ingrid, einer erfolgreichen Autorin, und Martha, einer Kriegskorrespondentin mit unheilbarem Gebärmutterhalskrebs, die gemeinsam in ein abgelegenes Haus in Neuengland reisen. Kritiken des Films betonen dessen Fokus auf Sterbehilfe und Freundschaft im Angesicht des Todes.
Catherine Cussets literarischer Ansatz
Cussets Werk aus dem Jahr 2010 hingegen kreist um ein Liebesdreieck und psychologische Obsession. Während Almodóvars Film existenzielle Sterblichkeit thematisiert, fokussiert Cusset auf die Dynamiken zwischen Liebe, Nachbarschaft und Identität. Die Veröffentlichungsinformationen zum Film unterstreichen dessen 106-minütige Laufzeit und idyllische Neuengland-Kulisse, die sich deutlich von Cussets urbanen oder bürgerlichen Schauplätzen unterscheiden.
Aktuelle Suchanfragen führen überwiegend zum Film von 2024. Wer explizit nach dem Roman von Catherine Cusset aus dem Jahr 2010 recherchiert, sollte die Autorin oder das Jahr 2010 zusätzlich zum Titel angeben.
Welche Themen und stilistischen Merkmale prägen den Roman?
Die Topographie der Nähe
Die räumliche Metapher des „Zimmers nebenan“ durchzieht das narrative Gefüge. Cusset untersucht, wie physische Nachbarschaft – die Tür, die einen Raum vom anderen trennt – psychische Distanz oder Intimität erzeugt. Diese räumliche Obsession verbindet sich mit dem Genre des Liebesromans, jedoch ohne konventionelle sentimentalistische Codes.
Identität im Spiegel des Anderen
Das Liebesdreieck dient nicht primär dramatischer Eskalation, sondern der Exploration von Selbstbildern. Die Protagonistin – in Cussets typischer autofiktionaler Manier – beobachtet sich selbst durch die Wahrnehmung der Liebenden und der Nachbarn. Catherine Cussets Werk insgesamt zeichnet sich durch diese fragile Grenze zwischen Fiktion und Autobiografie aus.
Detaillierte Inhaltsangaben und spezifische Rezensionen aus Le Monde oder der FAZ zu diesem Einzelwerk liegen in aktuellen Datenbanken nicht vor. Die thematische Analyse basiert auf den Angaben des Verlags und der literarischen Einordnung der Autorin.
Wo ist das Buch erhältlich und wie liest man es im Kontext?
„La chambre d’à côté“ ist nach wie vor als Taschenbuch und E-Book über Gallimard sowie über internationale Vertriebskanäle erhältlich. Die deutsche Übersetzung „Das Zimmer nebenan“ (2011) erweitert den Kreis der potenziellen Leser.
Wer das Buch sucht, sollte die ISBN 978-2070130479 oder den deutschen Titel „Das Zimmer nebenan“ verwenden, um Verwechslungen mit dem gleichnamigen Film zu vermeiden. Französische Romane der 2010er Jahre bieten einen passenden literarischen Kontext für die Lektüre.
Wie entwickelte sich die Publikationsgeschichte?
- : Erstveröffentlichung bei Gallimard in Paris. Das Werk erscheint als Teil des renommierten französischen Literaturprogramms.
- : Veröffentlichung der deutschen Übersetzung „Das Zimmer nebenan“. Die Übersetzung macht den Roman für das deutschsprachige Publikum zugänglich.
- : Zunehmende Verwechslung mit Pedro Almodóvars Film „La chambre d’à côté“. Die Suchpräsenz des Films überlagert die bibliografische Sichtbarkeit des Buches. Französische Einträge dokumentieren mittlerweile beide Werke.
- : Verfügbarkeit als Taschenbuch und E-Book bei Gallimard und über Buchhandelsplattformen.
Was ist über den Inhalt gesichert und was bleibt unklar?
| Gesicherte Fakten | Unklare oder fehlende Informationen |
|---|---|
| Bibliografische Daten (Autorin, Verlag, Jahr, ISBN, Seitenzahl) | Detaillierte Handlungszusammenfassung (keine primären Plot-Quellen verfügbar) |
| Thematische Schwerpunkte: Obsession, Nachbarschaft, Identität, Liebesdreieck | Konkrete Namen der Protagonisten und Schauplätze |
| Existenz einer deutschen Übersetzung (2011) | Spezifische Rezensionen aus Le Monde oder FAZ zu diesem Werk |
| Unterschied zum Film von Pedro Almodóvar (2024) | Aktuelle Verkaufszahlen und Bibliotheksbestandszahlen |
Wie ordnet sich „La chambre d’à côté“ in Catherine Cussets Werk ein?
Catherine Cusset, 1963 in Paris geboren, zählt zu den bedeutenden Stimmen der zeitgenössischen französischen Autofiktion. Ihre Romane durchbrechen konsequent die Grenze zwischen biografischem Erleben und literarischer Gestaltung. Das Gesamtwerk der Autorin kreist um weibliche Erfahrung, sexuelle Autonomie und die Dekonstruktion bürgerlicher Konventionen.
„La chambre d’à côté“ repräsentiert dabei Cussets Fähigkeit, intime Räume – hier konkret das Nachbarschaftsverhältnis – als Mikrokosmen menschlicher Abhängigkeit zu inszenieren. Die 192 Seiten umfassende Erzählung steht in der Tradition ihrer kompakten, präzisen Prosa, die psychologische Komplexität ohne rhetorische Überladung entfaltet. Der Roman ergänzt ihr Œuvre um die Untersuchung räumlicher Intimität und deren Gefährdung durch emotionale Obsession. Die 192 Seiten umfassende Erzählung, die psychologische Komplexität ohne rhetorische Überladung entfaltet, ergänzt Cussets Œuvre um die Untersuchung räumlicher Intimität und deren Gefährdung durch emotionale Obsession, wie auch Der Mann in meinem Keller Rezension zeigt.
Das Werk lässt sich stilistisch zwischen frühen Texten wie „Jouir“ und späteren erfolgreichen Romanen wie „Le Problème avec Jane“ verorten, wobei es die für Cusset typische Mischung aus kühler Analytik und emotionaler Intensität aufweist.
Welche Quellen liegen dem Artikel zugrunde?
Die vorliegende Analyse basiert auf den bibliografischen Daten der Erstausgabe (Gallimard 2010, ISBN 978-2070130479) sowie der deutschen Übersetzung. Detaillierte Rezensionen aus Le Monde, FAZ oder Perlentaucher zu diesem spezifischen Roman waren zum Zeitpunkt der Recherche nicht in öffentlich zugänglichen Datenbanken verfügbar.
Redaktionelle Recherche, 2025
Fazit: Für wen lohnt sich die Lektüre?
„La chambre d’à côté“ eignet sich für Leserinnen, die sich für kompakte, psychologisch dichte Romane über Liebe und Obsession interessieren und bereit sind, Lücken in der digitalen Rezeption zu akzeptieren. Wer französische Literatur der 2010er Jahre erkunden möchte, findet hier einen repräsentativen Text Cussets, der allerdings nicht mit dem 2024 erschienenen Film verwechselt werden sollte. Die Investition in die knapp 200 Seiten lohnt sich für Liebhaberinnen subtiler Charakterstudien und jene, die sich für die Rhetorik der Nähe in der zeitgenössischen französischen Prosa interessieren.
Häufige Fragen zum Roman
Ist „La chambre d’à côté“ das gleiche wie der neue Almodóvar-Film?
Nein. Catherine Cussets Roman erschien 2010. Pedro Almodóvars Film von 2024 basiert auf Sigrid Nunez‘ Buch „What Are You Going Through“ und trägt zufällig denselben französischen Titel.
Gibt es eine deutsche Übersetzung des Romans?
Ja, unter dem Titel „Das Zimmer nebenan“ wurde das Werk 2011 auf Deutsch veröffentlicht.
Wie viele Seiten hat das Buch?
Die französische Originalausgabe umfasst etwa 192 Seiten.
Was sind die Hauptthemen des Romans?
Nach Verlagsangaben behandelt der Roman Obsession, Nachbarschaft, Identität und ein komplexes Liebesdreieck.
Wo kann ich Rezensionen zum Buch finden?
Aktuell sind spezifische Rezensionen aus Le Monde oder der FAZ in gängigen Datenbanken nicht auffindbar. Die Rezeption erfolgt überwiegend über akademische Bibliothekskataloge.
Ist der Roman autobiografisch?
Catherine Cusset arbeitet typischerweise mit autofiktionalen Elementen. Ob dieser spezifische Roman direkt autobiografische Züge trägt, lässt sich ohne Zugang zu primären Interviews nicht definitiv klären.